Bildungsaufbruch – jetzt! Eine Zwischenbilanz.

Zugegeben, nicht alles ist ohne Holpern und Stolpern gelaufen, was die Bildungspolitik in Baden-Württemberg betrifft. Und wahrscheinlich hat die grün-rote Landesregierung sich zu Anfang viel zu viel auf einmal vorgenommen – allerdings war der Reformstau auch enorm groß. Eigentlich wurde erst jetzt richtig deutlich, was die alte Landesregierung alles versäumt hatte.

Beginnen wir mit den kleinen Kindern: Mit einer Summe von 364 Mio Euro wird landesweit mehr in die frühkindliche Bildung investiert. Das heißt z.B: die Stadt Freiburg wird darin unterstützt, das Angebot für die Kleinkindbetreuung erheblich auszubauen und die Sprachförderung zu stärken.

In vielen Medienberichten wird der Eindruck erzeugt, in den Schulen unseres Landes würde gespart. Das Gegenteil ist der Fall. Zwar ist es richtig, das die verbeamteten Lehrerinnen und Lehrer weniger Entlastungsstunden für Sonderaufgaben wie Bibliotheks- oder Sammlungsverwaltung bekommen und auch die Arbeitsermäßigung im Alter verkürzt wurde.

Aber es wurde mehr investiert in eine gute Unterrichtsversorgung, nämlich 585,5 Millionen Euro. Konkret wurde das Geld ausgegeben für die Förderung der Schulsozialarbeit mit mehr als 1000 zusätzlichen Stellen, in die Erhöhung der Vertretungsreserve um 800 Lehrerdeputate – davon sind bereits 400 umgesetzt – in einen Zusatz von flexiblen finanziellen Mitteln für Vertretungen, in die bessere Förderung der privaten Schulen sowie in die Einführung der Gemeinschaftsschulen. Dort wird individuelle Förderung und längeres gemeinsames Lernen groß geschrieben.
Die Maßnahmen zur Senkung des Klassenteilers an Realschulen und Gymnasien werden fortgeführt. Die Werkrealschulen bekommen mehr Poolstunden und die Notenhürde wurde abgeschafft. Die befristeten Stellen der pädagogischen Assistenten an den Haupt- und Werkrealschulen wurden zu festen Stellen umgewidmet. Die Maßnahmen aus der Enquete-Kommission „Fit fürs Leben“ werden im Bereich der Beruflichen Schulen und der Weiterbildung fortgeführt und die Amok-Prävention wurde weiter ausgebaut durch mehr Schulpsychologen. Für die Erwachsenenbildung wurde den Volkshochschulen mehr Geld zur Verfügung gestellt

Bemerkenswert sind auch unsere Anstrengungen im Hochschulbereich. Seit ich im Landtag bin, ist dies ein Schwerpunkt meiner Abgeordnetentätigkeit. Angefangen haben wir damit, dass die Studentinnen und Studenten keine Studiengebühren mehr bezahlen. Das Erststudium ist damit kostenfrei. Die Hochschulen erhalten aber trotzdem das Geld in Form einer Qualitätssicherung. Und die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (früher Fachhochschulen) bekommen deutlich mehr Geld für die angewandte Forschung.
Insgesamt werden wir vom Regierungswechsel an gerechnet bis zum Jahre 2015 rund 1.000.000.000,- Euro (1 Milliarde) zusätzlich in das Bildungssystem investieren. Das ist für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes gut angelegtes Geld. Inzwischen vollzieht sich auch bei der Opposition in Teilbereichen der Bildungspolitik ein Sinneswandel. So will sie z.B. zukünftig nicht mehr gegen unsere Entscheidung vorgehen, den Elternwillen als bindend für die Entscheidung zu respektieren, welche weiterführende Schule die Kinder nach der Grundschule besuchen. Auch die Gemeinschaftsschule wird inzwischen von Teilen der CDU akzeptiert.

Der Bildungsaufbruch geht weiter. Auf Hochtouren wird an der Einführung der Ganztagesgrundschule gearbeitet. Die Eckpunkte dieses Gesetzes werden aktuell erarbeitet. Wichtig ist, dass zukünftig bestimmte Qualitätsstandards eingehalten sein müssen. Zum Beispiel der rhythmisierte Unterricht oder jeweils eine Bewegungsstunde sowie musische Stunde pro Tag. Mit dem neuen Bildungsplan 2015 wird in der Grundschule auch wieder das Fach Musik gelehrt.

Ich finde, wir sind auf einem richtigen Weg. Unser SPD-Kultusminister Andreas Stoch arbeitet mit ruhiger Hand an der Umsetzung eines modernen auf die Zukunft ausgerichteten gerechten Bildungsangebots für alle Schülerinnen und Schüler unseres Landes. Nur so können wir sicherstellen, dass Baden-Württemberg auch die kreativen Köpfe hat, die wir brauchen, um auch in Zukunft in der technologischen und damit wirtschaftlichen Entwicklung Spitze zu sein.

 

Gabi Rolland, MdL

Gabi Rolland, MdL.

Gabi Rolland, MdL.

 

 

 

 

 

Kontakt:

Bürgerbüro

Merzhauserstrasse 4
79100 Freiburg

Mail gabi.rolland@spd.landtag-bw.de
T 0761 767 16 36
F 0761 767 16 37

 

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