Der Kampf um Vielfalt in Europa, aktueller denn je?

Europa – vor den Wahlen. Europa während einer Abfolge von Krisen in denen erzkonservative und rechte Bewegungen erstarken. Was bedeutet das für unsere Zukunft, auch aus gleichstellungspolitischer Perspektive?

Die Abfolge der verschiedenen Krisen in Europa hat zur Folge, dass rechtspopulistische, rassistische und faschistische Parteien an Zuspruch gewinnen, die Vielfalt, Gleichstellung und Menschlichkeit in den Nationalstaaten und auch in Europa verhindern wollen. MigrantInnen sind ein schnell gefundenes Opfer, Hetzparolen wie „Ausländer raus!“ und „Das Boot ist voll!“, hört mensch die Tage wieder öfter.

Unsere Geschichte hat uns gelehrt, wohin Rassismus, Faschismus und Menschenfeindlichkeit führen können. Deshalb: Wehret den Anfängen, der Kampf um Vielfalt ist in Europa aktueller denn je. In den letzten Jahren konnte man deutlich den Eindruck gewinnen, dass sich die Gesellschaft in einer Rückwärtsbewegung befindet. Alltagsrassismus und auch Sexismus werden nicht mehr bekämpft, sie werden gelebt, akzeptiert und aktiv mit ihnen Wahlkampf gemacht. Ein Beispiel hierfür ist die Aktion der Jugend der AfD, die darauf abzielt feministische Bewegungen und Forderungen zu diffamieren. Verbunden mit einer jungen Generation an Frauen, die denkt, dass „sie ja eh schon alles haben, was sie brauchen“, findet dieses Gedankengut einen erschreckend großen Nährboden. Daran können auch die progressiven Debatten über Alltagssexismus, wie bei #Aufschrei offensichtlich nichts ändern.

Es muss nun aktuell unser Auftrag sein der gefährlichen populistischen Mischung aus Alltagsrassismus, Nationalismus und Sexismus entschieden zu treten. Nicht nur in Wahlkampfzeiten. Lasst uns gemeinsam die gesellschaftliche Debatte prägen und zeigen, dass Migrantinnen und Migranten eine kulturelle Bereicherung sind und eben keine Last. Lasst uns gemeinsam dafür einstehen, als Mensch Wertschätzung zu bekommen und nicht auf unsere Körper oder unser Aussehen reduziert zu werden. Denn noch besteht die Hoffnung den Rückfall in alte Zeiten zu verhindern, die nicht erlöschen darf.

Christina Gruber

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