Güterbahnhof Nord – es geht endlich voran!

Das Entwicklungsgebiet des ehemaligen Güterbahnhofs Nord – der unsägliche Name „Gare du Nord“ ist vom Tisch – umfasst eine Fläche von ca. 39 Hektar. In Absprache mit der Stadt plant der Haupteigentümer Aurelis ein zentrumsnahes und qualitätsvolles Arbeits- und Wohnquartier. Auf 14 Baufeldern soll ein innovatives Gewerbegebiet mit überwiegend arbeitsbezogenen Wohnmöglichkeiten entstehen.

Eine lange Geschichte…

Der denkmalgeschützte Alte Zollhof bildete den baulichen Auftakt zusammen mit dem schön hergerichteten Vorplatz. An dieser Baumaßnahme kann man schon beispielhaft erkennen, was eines, hoffentlich nicht zu fernen Tages, das gesamte Gebiet des Güter-bahnhofs Nord prägen wird. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, wie viel Zeit inzwischen vergangen ist zwischen der Aufgabe des Güterumschlags der Deuschen Bahn AG auf dem Gelände und heute, da man endlich „ in die Puschen“ zu kommen scheint. Der 1. Teilbebauungsplan für ein etwa 6 ha großes Gebiet trat erst im April 2010 in Kraft, nachdem Stadt und DB AG bereits im Februar 2001 einen Rahmenvertrag abgeschlossen hatten. Begonnen hatte die städtebauliche Umnutzung schon 1998, also vor rund 15 Jahren. Muss gut Ding immer so lange Weile haben?

Wohnungsbau muss möglich sein

Grund für die langen zeitlichen Verzögerungen war, dass die Stadtverwaltung und auch die Wirtschaftsförderung ein reines Gewerbegebiet wollten, während Aurelis auch Wohnen dort ermöglichen wollte. Die SPD-Gemeinderatsfraktion forderte dies seit jeher ebenso, aber nicht etwa, um der Aurelis einen für die Vermarktung von Wohnflächen (im Vergleich zu Gewerbeflächen) höheren Gewinn zu ermöglichen. Vielmehr deshalb, weil die SPD seit Jahren großen Wohnraumbedarf in Freiburg sieht. Der Güterbahnhof Nord sollte auch einen Beitrag zur Deckung dieses Bedarfs liefern.

Realisierungswettbewerb läuft

Jetzt ist für eine Teilfläche des Güterbahnhofs ein städtebaulicher Realisierungswettbewerb ausgeschrieben worden, das sogenannte Baufeld A2. Es wird im Osten durch die Isfahanallee und die Waldkircher Straße begrenzt und umfasst ca. 2,9 ha. Angestrebt werden soll ein Verhältnis der Nutzflächen von 40 % für Gewerbe/ Dienstleistungen und 60 % für Wohnen. Ein Preisgericht wird am 01.02.2013 entscheiden, welcher Entwurf den 1. Rang belegen wird.

Ziel des Wettbewerbs ist es, Bebauungsvorschläge für die geplanten Gewerbe- und Wohnnutzungen zu machen. Da wird man gespannt darauf sein, wie die Architekten es schaffen, Wohnen und Arbeiten so mit einander in Einklang zu bringen, dass sich beide nicht gegenseitig stören. Grundsätzlich ist in Gewerbegebieten kein Wohnen erlaubt und in Wohngebieten kein Gewerbe. Das ist gemeinsam nur in sogenannten Mischgebieten möglich, führt aber in diesen trotzdem oft zu Reibereien. Das Ergebnis des Wettbewerbs wird Maßstab sein für die bauliche Entwicklung des gesamten Güterbahnareals. Wo es wohnen gibt, wird man auch für die entsprechende Infrastruktur, sprich Einkaufs-möglichkeiten, Kindergarten/Kindertagesstätte, Frei- und Grünflächen und vieles mehr sorgen müssen. Ein Hotel soll möglicherweise auch in diesem Teil gebaut werden.

Wichtig: Anbindung an den Stadtteil

Für die SPD-Fraktion ist aber auch noch etwas anderes wichtig: Wir haben nachdrücklich gefordert, dass auch der übrige Stadtteil Brühl/Beurbarung seinen Nutzen von der baulichen Entwicklung auf dem Güterbahnareal haben muss Was nicht passieren darf, ist, dass sich das neue Gewerbe- und Mischgebiet als eine Art Ghetto entwickelt, welches nicht in den Stadtteil integriert ist. Gemeinsame Nutzung der dort geschaffenen Infrastruktur diesseits und bereits vorhandener jenseits, und daraus resultierende gemeinsame Aktivitäten: das könnte ein weg sein.

Lesen Sie hier weiter um sich zusätzliche Informationen zu beschaffen:

Auslobung eines städtebaulichen Realisierungswettbewerbes mit Ideenteil für die Architektur und Benennung der gemeinderätlichen Mitglieder des Preisgerichts

Straßenbenennungskonzept (Punkt 6)

von: Hans Essmann, baupolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Freiburg

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